Ausbildung

Die Grundhaltung der zukünftigen Lehrkräfte sowie der bereits ausübenden Lehrkräfte und der erzieherischen und sozialen Akteure im Allgemeinen erfordert einen klaren Umgang mit den Konzepten und grundsätzlichen Vorgehensweisen für die mehrsprachige und interkulturelle Erziehung. Deswegen legt Koinos besonderen Wert auf die Ausbildung - nicht nur der Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch einer größeren Gemeinschaft von Akteurinnen und Akteuren und Bildungseinrichtungen -, damit wir uns mit vereinten Kräften und kohärent für die Bildung der Gemeinschaft einsetzen können.

Wir sind der Meinung, dass bei der Ausbildung sowohl Introspektion als auch die Gegenüberstellung kritischer Blickpunkte über die Praxis zusammenfließen müssen, damit neue Konzepte erstellt werden können, die uns bei einer inklusiven und mehrsprachigen Erziehung weiterbringen.

Im Koinos-Projekt ist eine Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer vorgesehen, die bereits in ihrem Feld aktiv sind.

Diese Ausbildung richtet sich an fünf verschiedene Gruppen: Dozentinnen und Dozenten dieser Ausbildung selber, Lehrkräfte, Beamtinnen und Beamte des Schulwesens, Familien und andere soziale und erzieherische Akteurinnen und Akteure sowie Lehramtsstudentinnen und -studenten.

Formació 4
  • Die Ausbildung als Aktionsforschung, da Hilfsmittel geboten werden, die den Vorgang an sich verbessern können.
  • Les accions formatives que proposa el projecte KOINOS pretenen incidir en la introspecció i un contrast de mirades crítiques sobre la pràctica, que apunti cap a la creació de nous conceptes que ens ajudin a avançar en una educació inclusiva i plurilingüe.
  • ie Programme müssen eine ausschlaggebende Auswirkung auf die Ausbildung haben. Mit dem Ziel, Leser zu schaffen, die im Annäherungsprozess an die Texte ihre mehrsprachige und interkulturelle Kompetenz entfalten können, führen wir folgende innovative Maßnahmen ein:

     
    • 1 Die Verfassung von Leserlebensläufen, die eine Annäherung an die individuelle und kollektive Darstellung der Sprachen, deren Erlernung und Anwendung sowie der kulturellen Erfahrungen ermöglichen.
    • 2 Ein besseres Verständnis der Texte anhand der Inter- und Hypertextualität. Hierbei handelt es sich darum, dezentralisierende Prozesse einzuleiten, die eine positive Haltung gegenüber der Diversität fördern.
    • 3 Einführung von Strategien in Bezug auf die Interkomprehension von Texten.
    • 4 Einführung einer spielerischen und kreativen Perspektive, um sich der Diversität der Sprachen zu nähern, die von den Schülern gesprochen werden.
    • 5 Multisemiotische Lektüre: Abbildungen, Einrichtung von Blogs, in denen die Lektüren kommentiert werden, Ausstellungen, Theateraufführungen u.a. Diese sind Teil der breit gefächerten Hilfsmittel, die eingesetzt werden sollten.
    • 6 Diversifizierung der Vorschläge in Berücksichtigung des Kontextes und konkret die Rolle, die den Familien zugeteilt wird. Die Aufgaben, die mit der vorgeschlagenen Lektüre unter Einbeziehung der Akteure verknüpft sind, müssen breit gefächert sein und verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen. Es geht darum, eine variable Geometrie aufzustellen.
    • 7 Förderung der Interaktion anhand der Diversifizierung der Gruppen. Die Schüler müssen miteinander interagieren und somit die Sprache, ihre eigenen Sprachen anwenden, um sich dialogisch mit ihren Darstellungen auseinanderzusetzen. Wir verstehen diesen Vorschlag als Teil des Interaktionsparadigmas. Dies bedeutet, dass wir an der Fähigkeit der Schüler und der Qualität der Kommunikation interessiert sind.
    • 8 Einsatz von Schülertutoren. Die Mitwirkung von Schülern verschiedener Altersgruppen, die den jüngeren Schülern als Tutor dienen, ist ein äußerst geeignetes Mittel, um Empathie und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.
    • 9 Bewusste Haltung gegenüber der Aufgabe und der Ergebnisse. Die spielerische Dimension, die wir vorschlagen, darf zwei Aspekte des Vorgangs nicht vernachlässigen: Bewertung und Reflektion.
    • 10 Die zentrale Rolle der Bibliotheken der Bildungsstätten und anderer kultureller Einrichtungen. Alle öffentlichen Einrichtungen müssen auch dem Verkehr von Wörtern, Sprachen und Kulturen offen gegenüberstehen. Diese Einrichtungen können erstklassige Bereiche für die Vorstellung der Materialien sein.

 

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